Geboren, Uffgewachsen und leben tue ich immer noch hier!
|
Ich wurde vor 27 Jahren in dieser Stadt als ein weiterer „Waschechter Kasseläner“ geboren ohne dieser großen Bedeutung mir bewusst zu sein!
Man wohnt nicht nur in Kassel, nein man IST Kassel.
In der Kindheit bin ich im Schutze des Stadtteil`s Niederzwehren groß geworden, bin tollpatschig in den Grunnelbach gefallen, mit dem Fahrrad ins „Lange Feld“ und an die „Fulle“ gefahren.
Gebadet haben wir im Sommer in der Fulle am Wehr beim Forellenhof und haben in der „Dönche“ „Räuber und Gendarm“ gespielt.
Später in der Schule hab ich durch meine Klassenkameraden neue Freunde und somit auch neue Stadtteile entdeckt. In der Pubertät und während der Ausbildung kamen einem dann so Flausen in den Kopf, aus Kassel weg zu ziehen denn: „Hier ist ja nix los“. Das waren die Sprüche von meinen Klassenkameraden und da zieht man ja mit!
Aber insgeheim dachte ich mir: „Warum eigentlich?“
Tja, nun hab ich meine Ausbildung gemacht, den ersten Urlaub ohne Eltern, Führerschein und der Horizont rückte immer weiter weg, aber im Rückspiegel war immer Kassel.
Aus beruflichen gründen bereiste ich ganz Deutschland und Österreich! Tolle Landschaften, schöne Städte, wirklich war. Hamburg, Berlin, Nürnberg, München... alles schön und gut. Nur wenn ich Freitag Nacht die A7 in Richtung Kassel unterwegs war und die „Kasseler Berge“ kamen und wenn man dann von Butterberg über die Kuppe kommt und Kassel in seiner ganzen Schönheit, beleuchtet dort vor einem liegt, dann muss ich sagen: „Hey, gut das ich nicht weg bin!“
Denn, hier bin ich:
Geboren, Aufgewachsen und leben WILL ich hier immer noch!
Das Gedicht „`s Krachenknöbbchen“ ist übrigens eines der schönsten finde ich!
|
´S KRAACHENKNÖBBCHEN Glaubd mäh, so en Kraachenknöbbchen Hodd manchemoh sinn eichnes Köbbchen. Drum will ich Euch emoh verzählen, wie ein´n so´n Knobb kann quählen. Neilich, ´s war so imme achde, als minn Vadder Anschdald machde, innen Kehjelclub ze gehen, wie ´s das öfters schonn geschehn. Plötzlich schbicht häh: "´s weiß Gewidder, wo is dann minn Knopp schon widder? ´s is doch nit zum Saaren, hä laach grad noch hier bimm Kraaren." Schonn fing dr Vadder an ze fluuren: "Kreizgemicke, wullt dä suuren!" Glich laach alles uff dr Ähre, um ze sähn, wo´s Knöbbchen wäre. Schorsche suurt im Kohlenkosden. D´s Änne froochden leise: "Hossden?" Unse Mudder hodd geschnuddelt: "Äss hä unnern Schrank gekuddelt?" Wie sich Vadder wollde bicken, um dn Schrank ´n bisschen abzericken, do rennt hä middem Kobbe grade an de offne Schrankschublade. Schosche, der do driwwer lachde, krichd ´ne Dachdel, nidd so sachde. Dobi tritt der Vadder d´s Änne von owen runner uff de Hänne. Schosche brilld glich wie´n Bulle, d´s Änne hodde Hand im Mulle, Vadder riewede noch ´ne Weile sich am Kobbe sinne Beile. Grad wolld de Mudder au noch krischen, als se ´s Knöbbchen dat erwischen: "Vadder, Vadder, guck doch bloß mo hinne, hä is je schonn im Knobbloch drinne!" Aus dem Buch "D´s Kraachenknöbbchen" Gedichte in Kasseler Mundart von Karl Sömmer
|
|
| Mail: toshiks80@yahoo.de |
 |
 |
 |
 |
 |
Bildergalerie |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Herkules und Schloss Wilhelmshöhe im Winter |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|